Bambino Academy

Schulhof Bambino-School

In den vergangenen beiden Jahren hat sich die Schule stetig weiterentwickelt. Inzwischen ist hinter dem Kindergarten ein neuer Platz entstanden, an dem unsere Kinder essen und spielen können. Sehen Sie hier ein Video über unseren Besuch im Januar 2015.

„Bambino Academy“ liegt in einem Vorort an der Küste von Mombasa. Mtwapa ist eine arme, aber pulsierende Gegend. Hier gibt es viele Händler und Geschäfte, auf den verdreckten Straßen herrscht reges Treiben. Über eine unbefestigte, schmale Gasse durch das Gewimmel, erreicht man nach gut 10 Minuten einen offenen Müllplatz, an dessen Ende – verborgen hinter Mauern – der Komplex liegt. Der Besucher gelangt durch ein blaues Tor hinein und blickt auf einen großen Mangobaum, der gleichzeitig Schattenspender, Symbol und Aula ist. Gaby Bentlage hatte ihn einen Tag vor dem Abholzen gerettet. Er sollte im Zuge des Ausbaus der Schule schon gefällt werden.

„Gaby´s wish“. Der fast gefällte Mangobaum. Einziger Schattenspender auf dem Schulgelände.

2002 begann Jane Schiffer mit dem Bau eines Kindergartens. Damals arbeitete sie noch in einem Touristen-Hotel an der Küste als Mitarbeiterin Marketingbereich. Heute kümmert sie sich ehrenamtlich um die Schule. Schon früh entstehen Räume für die Klassen eins bis acht. Eine Primary School wird gegründet. Gaby Bentlage kommt 2005 dazu, Inge Lindenberg 2007. Beide engagieren sich für den weiteren Ausbau des Projekts. Mindestens zweimal im Jahr sind sie da, um vor Ort mit Jane Schiffer, Lehrern, Angestellten und Schülern zu planen, wofür Gelder und Sachspenden eingesetzt werden. Nicht der Verein sagt, was als Nächstes gemacht wird, sondern die Gemeinschaft, alle Personen werden mit einbezogen. 2014 scheidet Inge Lindenberg aus dem Verein aus, um sich fortan anderen Projekten in Afrika zu widmen.

Spielraum im Kindergarten

Seit 2011 gibt es einen neuen Kindergarten in „Bambino Academy“.  Bis zu 80 Kinder zwischen null und fünf Jahren werden hier von drei Erzieherinnen betreut. Hinter dem Kindergarten sind einige Baracken für Angestellte entstanden, wo sie sich tagsüber aufhalten können. Liebevoll kümmert sich ein Gärtner um ein paar Maispflanzen und Bohnen. Viele von ihnen sind noch nicht lange hier. Sie kommen aus noch ärmeren Teilen des Landes, oder aus Bürgerkriegsregionen. Bei uns haben sie eine Arbeit gefunden und packen motiviert mit an. Ihre Kinder besuchen unsere Schule oder den Kindergarten.

Gaby Bentlage mit der Familie Bitzi

Im Januar 2011 wurde gemeinsam beschlossen, dass der staubige Schulhof mit Knochensteinen ausgelegt und unter dem Mangobaum Rasen gesät wird. So kann das Wasser in der Regenzeit besser ablaufen, die unvermeidliche Überschwemmung bleibt aus. Inzwischen sieht der Schulhof so aus.

Die Schule hat Mtwapa belebt. Viele Familien sind zugezogen, damit ihre Kinder hier eine bessere Zukunft haben. Doch wir können nicht alle aufnehmen, weil wir unseren Schülern die bestmögliche Unterstützung geben möchten.

Blick vom Dach. Fertig für den Bau eines drittes Stockwerk.

Die Versorgung eines Kindes mit Lehrmitteln, Schuluniformen und Verpflegung kostet hier rund 20 Euro im Monat. Das Geld verwalten unsere Ansprechpartnerin vor Ort. Als Managerin unserer Projekte kümmert sich Jane Schiffer nicht nur um den Ausbau, sondern auch um Unterrichtspläne und Lehrerweiterbildung. Auch dieser Aspekt ist uns wichtig, denn an staatlichen Schulen wird auf Motivation und pädagogische Ausbildung zwar Wert gelegt, sie ist aber – aufgrund von teilweise über 100 Kindern in einem Klassenraum – nicht immer leicht umsetzbar.

In Zukunft möchten wir einige unserer guten Schüler auch nach der achten Klasse fördern. In Kenia endet dann die Schulpflicht und viele Jugendliche haben keine weiteren Chancen. Davon sind vor allem Mädchen betroffen, sie liegen uns besonders am Herzen. Oft werden sie sofort nach der Schule zur Heirat gezwungen oder werden für Haus- und Feldarbeit gebraucht. Ein Grund, warum in Kenias Gesellschaft immer noch wenig Frauen an entscheidenden Positionen sitzen. Vor allem deshalb wollen wir hauptsächlich Schülerinnen die Möglichkeit geben, auf eine weiterführende Schule und später zur Universität zu gehen, um einen Beruf zu erlernen.

Unsere achten Abschlußklassen gehören zu den besten des ganzen Landes. Über 60% der Schülerinnen und Schüler könnten weiter gefördert werden, was auch für die Qualität unserer Lehrer spricht. Diese wollen wir unbedingt behalten und unsere Jugendlichen weiter fördern. Ende 2012 gab es landesweit Lohnerhöhungen für Lehrer, die wir auch in „Bambino Academy“ nach und nach eingeführt haben. Dennoch wird es immer schwieriger, den Schulalltag zu finanzieren.

Wie Sie uns helfen können, lesen Sie hier.

Bei Fragen können Sie uns auch schreiben.

Wenn Sie eine Patenschaft für eines unserer Kinder übernehmen, wäre das für uns eine große Hilfe. Schreiben Sie uns bei Interesse einfach eine Mail.

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9 Gedanken zu „Bambino Academy

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